VEH LANDSCHAFTEN im Talmuseum St. Antönien

Eröffnung: 16. Juni 2019 – Dauer: bis Juni 2020

Gegenwartskunst von Christian Bolt, Hans Danuser, Klodin Erb, Monika Flütsch, Gerber&Bardill, Emil Gut, Hans Krüsi, Andres Lutz, Ursula Palla, Roman Signer, Miguela Tamo, Agatha Zobrist im Dialog mit der Hafner Dynastie Lötscher und dem Talmuseum St. Antönien

Im Talmuseum St. Antönien ist die Hafnerdynastie Lötscher mit einer Vielfalt von Objekten präsent. Sie ist Teil der Geschichte des Tals, das sich seit jeher seiner starkwüchsigen Wiesen rühmt: Viehzucht und Milchwirtschaft waren seit die Grundlage der Exis-tenz für die Menschen dieses Hochtals von ausserordentlicher  landschaftlicher Schönheit. Die Dekor-Malereien auf den Gebrauchs- gegenständen der Lötscher, wie Becher, Schüsseln, Schreibge-schirre, Kaffeekannen und Wandbrunnen bilden das alltägliche Lebensumfeld ab. Die sogenannte Lötscher-Kuh, schmückender Kachelofenaufsatz, ist Inbegriff des wirtschaftlichen Wohlergehens des Tales, sie wird in der Ausstellung zur ikonischen Skulptur.

Die einleitend aufgeführten beteiligten 13 Kunstschaffenden – vier von ihnen arbeiten in St. Antönien – reflektieren in ihren Beiträgen, die eigens für diese Ausstellung entstehen, die kunsthandwerk-liche Tradition im alpinen Raum mit historischen, soziologischen, ökonomischen Bezügen. Die Kunstwerke nehmen in ihrem Format die kleinteilige und kleinräumige Struktur des Talmuseums auf, das mit den sorgfältig zusammengetragenen und präsentierten kleinformatigen Objekten Mitspieler und Schauplatz einer unge-wöhnlichen Begegnung von Gegenwartskunst und lokaler Hand-werkstradition wird. 
Die Ausstellung wird von einem Katalog begleitet. 

Parallel findet die Ausstellung Keramik aus St. Antönien: Die Geschichte der Hafnerei Lötscher und ihrer Produkte (1804–1898) im Rätischen Museum Chur statt, 5. April bis 25. August 2019.
Die Familie Lötscher führte im 19. Jahrhundert in der Walsersied-lung St. Antönien im Prättigau eine der wenigen Hafnereien in Graubünden. Während vier Generationen betrieb sie eine bedeu-tende Werkstatt, produzierte Gebrauchskeramik für den Alltag und Kachelöfen, die sich durch Qualität, Funktionalität und Ästhetik der Produkte auszeichnen.

 

Rahmenprogramm
- Vortrag von Andreas Heege, Ver-fasser der Monographie Keramik aus St. Antönien, Die Geschichte der Hafnerei Lötscher und ihrer Produkte (1804 –1898).
- Arno Camenisch liest aus seinem aktuellen Buch Der letzte Schnee

 
Weitere Programmmpunkte
- Diskussion zur Begegnung mit Gegenwartskunst im Talmuseum 
- Landwirtschaft und Kunst im Gespräch
 
Das vollständige Programm ist ab Ende Mai auf der website der Kulturgruppe St. Antönien aufge-schaltet: 
www.pany-stantoenien.ch  www.praettigau.info
Hinweise auf Restaurants und Hotels: 
www.pany-stantoenien.ch
www.praettigau.info, Prättigau Tourismus, Tel.  081 325 11 11
 
Informationen
Talmuseum St. Antönien 
St. Antönierstrasse 17
CH-7246 St. Antönien
 
Öffnungszeiten
Mittwoch 15 bis 17 Uhr
Samstag 15 bis 17 Uhr
Sonntag 14 bis 17 Uhr
und auf Anfrage
 
Eintritt
CHF 5.00
Mit Pany-St. Antönien Card gratis

Private Führungen auf Anfrage Jann Flütsch
Tel. +41 (0)79 419 00 54 jannfluetsch@bluewin.ch 

Wir danken für die grosszüge  Unterstützung:
Amt für Kultur Graubünden Anny Casty-Sprecher-Stiftung Boner Stiftung für Kunst und Kultur Erica Stiftung
Gemeinde Luzein
Graubündner Kantonalbank Kulturkommission Prättigau / Davos Oskar Neher Stiftung 
Stiftung Jacques Bischofberger